"Hey Profi - sei mal mehr AnfängerIn!" Warum es cool ist AnfängerIn zu sein

Normalerweise wollen wir keine AnfängerIn sein. Das Wort „AnfängerIn“ impliziert in unserer Gesellschaft so viel wie „etwas noch nicht können“ oder „noch nicht gut in etwas sein“. Und wir wollen ja gut in den Dingen, die wir machen, sein - unbedingt. Gerne auch besser als der Durchschnitt. Das ist die eine Sichtweise.


Die andere ist: Sei doch einfach mal wieder mehr AnfängerIn. Der Fachbegriff aus der Achtsamkeit klingt zugegeben etwas sperrig: Anfängergeist.


Warum?


Neue Sichtweisen: Als AnfängerIn hast du eine freiere und unbefangenere Sicht auf die Dinge. Du machst etwas zum ersten Mal, also hast du noch keine (oder vielleicht zumindest weniger) Erwartungen. Du hast noch nicht so viel Wissen, das heißt auch: Du hast noch keine limitierenden Glaubenssätze wie „das funktioniert / das funktioniert nicht“, „so ist das richtig / so ist das falsch“, „so muss das aussehen / so nicht“ verinnerlicht.


Als AnfängerIn fallen dir Dinge auf, die andere nicht mehr bemerken. Deshalb ist es immer gut eine*n AnfängerIn im Team zu haben.


Außerdem kann es für dich persönlich toll sein, mal wieder AnfängerIn zu sein


Die mitunter besten Erfahrungen machen wir, wenn wir etwas erleben, das wir noch nicht kennen. Stichwort: Überraschung, Euphorie, Inspiration, Begeisterung. Glückshormone! Diese Dinge finden wir oft außerhalb von dem, was wir sonst immer tun.


Als AnfängerIn hast du AHA-Momente, in denen sich auch für dich neue Perspektiven ergeben.


Und: Fitness fürs Gehirn


Die Neurowissenschaft sagt: Neue Fähigkeiten können wir unabhängig von unserem Alter erlernen. Und du hältst damit dein Gehirn fit. Denn wenn wir etwas Neues lernen, entstehen neue Verbindungen im Gehirn. Je häufiger wir diese Sache dann machen, desto stärker werden die neuen Verbindungen.


Sei auch AnfängerIn bei Dingen, die du kennst


AnfängerIn sein heißt zwar auch, aber nicht immer, etwas völlig Neues machen zu müssen. Versuch auch mal die Aktivitäten, die du ständig machst oder die Orte, an denen du oft bist, aus der Perspektive des Anfängers / der Anfängerin zu entdecken. Versuch auch die bekannte Welt so wahrzunehmen, als wär sie dir neu, als würdest du das zum ersten Mal machen oder zum ersten Mal sehen. Das ist eine super Quelle für neuen Input und Faszination.

So fängst du an mit dem Anfangen


Am besten einfach so. Ohne Erwartung, ohne Ziel, ohne ein bestimmtes Ergebnis erfahren zu wollen. In den Momenten, wo wir ganz unbeschwert an etwas herangehen, sind wir wirklich im gegenwärtigen Moment.


Und take it easy. Nimm den Druck raus. Du musst es - was auch immer „es“ ist - nicht können. Das ist ja eben das Schöne am AnfängerIn sein. Probier etwas Neues aus und selbst wenn es dir nicht gefällt, kannst du es auch wieder lassen.

Der Anfängergeist ist ein Grundprinzip der Achtsamkeit. Probier doch mal meine Mindful Basics Meditation dazu aus. Du findest sie hier.