Gedanken-Wirrwar und Grübelei? So schaffst du mehr Ordnung im Kopf.

Aktualisiert: Aug 27

Und zack, da ist es wieder. Dieses eine Thema, das jeden Tag in deinem Kopf auftaucht - vielleicht sogar mehrmals pro Tag - und dann nicht mehr weg geht. Meist reicht ein einziger Gedanke und schon steckst du drin ... in der Grübelei. Manchmal merken wir selbst gar nicht, wie oft wir eigentlich wirklich über die gleichen - oft negativen - Dinge nachdenken. Manchmal sind wir selbst schon genervt und gestresst davon und können es trotzdem nicht "ausschalten".


Wahrscheinlich hat jeder von uns so ein Thema, das ständig aufploppt. Über das man schon intensiv nachgedacht und philosophiert hat und für das man trotzdem keine "Lösung" findet. Der Job, die Kinder, die Eltern, die Beziehung. Sorgen, Ängste, Pläne, "Probleme" sind die Klassiker. Und obwohl wir unser Thema eben schon zig mal ohne Erfolg durchgedacht haben, gaukelt unser Kopf uns vor, jetzt wäre es halt wieder an der Zeit.



Warum tun wir das?


Vielleicht hat unser Kopf noch Hoffnung. Dass wir dieses Mal ja doch noch endlich zu einer Lösung kommen. Vielleicht kann unser Kopf genau deshalb einfach nicht los lassen. Und so denken wir auf den gleichen Dingen wieder und wieder rum.


Die Sache mit der Grübelei ist die: sie raubt uns wertvolle Zeit und Energie, die wir besser für andere Dinge gebrauchen können. Denn bist du erstmal in deiner Grübelei drin, fliegen die Gedanken nur so durch. Wild, unsortiert, laut, ohne Kontrolle, in einer Endlosschleife. Am Ende bist du kein Stück weiter, fühlst dich dafür aber im Zweifelsfall ausgelaugt und zermürbt. Vielleicht sind deine Zweifel sogar wieder größer als am Anfang der Grübelei.


In meinen Workshops werde ich oft gefragt, wie man mit solchen immer wiederkehrenden Gedanken umgehen kann. Hier kommen fünf Tipps, wie du das Grübelei-Wirrwarr besser sortiert bekommst.




1. Werd dir erstmal über deine typischen Grübel-Themen bewusst. Worüber denkst du häufig - ehrlicherweise viel zu häufig - nach? Mache eine Liste, mit den Themen, die immer wieder auftauchen.


2. Beobachte dich mal selbst: wie fühlst du dich, nachdem du also wieder mal eine halbe oder eine Stunde über dein Thema gegrübelt hast? Was macht es mit deinem Kopf und Körper?


3. Identifiziere den Startpunkt deiner Grübeleien. Welcher Gedanke steht meist am Anfang? Welcher Gedanke triggert dich in Grübelei abzudriften? (Grübelei hat immer einen Startpunkt, dagegen aber meist kein definiertes Ende.)


4. Beobachte weiter: wann gibst du das Grübeln normalerweise auf? Was tust du dann?


5. Ändere den Fokus, wenn dein Grübelthema zurück ist. Das heißt nicht, dass du deine Gedanken verdrängen sollst. Nimm wahr, dass dieses Thema dich jetzt wieder mal beschäftigt, aber setze dir einen Stop-Punkt. Sage dir innerlich "Das muss und kann ich jetzt nicht zu Ende denken". Einfacher ist das, wenn du deine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt lenkst - deine Umgebung in dieser Situation zum Beispiel. Beobachte einen Baum oder höre einfach nur den Geräuschen zu, die dich umgeben. Das verschafft dir Abstand zu deinem ewigen Grübelthema und dein Geist wird ruhiger.


"You can't stop the waves but you can learn to surf." Jon Kabatt-Zinn


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