• Natalie

Don't feed the Monsters. Über negative Gefühle.

Aktualisiert: Aug 27

Wut. Ärger. Neid. Traurigkeit. Das sind nur ein paar Beispiele von Gefühlen, die wir in der Regel im Alltag nicht haben beziehungsweise empfinden wollen. Verständlich. Sie fühlen sich nicht gut an. Doch oft führt dieses Nicht-Haben-Wollen dazu, dass wir gerade diese negativen Gefühle erst dann wahrnehmen, wenn sie uns komplett einnehmen. Wir verdrängen sie so lange bis es nicht mehr geht und explodieren.


„Lass mich, ich will mich da jetzt reinsteigern“. Kostet Kraft und Energie.

Das Resultat sind oft impulsive Reaktionen (Augenverdrehen, Türen schlagen) oder Aussagen ("Penner!"). Wir denken: "JETZT MUSS ES RAUS". Doch eigentlich steigern wir uns nur noch mehr rein. Und vielleicht bereuen wir unser Verhalten und unsere Aussagen nur einige Minuten später. Wir bekommen ein schlechtes Gewissen. Sind sauer auf uns selbst. Oder enttäuscht. Haben Worte gewählt, die der/die andere echt nicht verdient hat. Die nicht wahr sind. An der Stelle gibt dir Achtsamkeitstraining mehr Zeit und Optionen, mit Gefühlen umzugehen.


Achtsamkeit hilft, mehr Abstand zwischen unseren Gefühle und Reaktionen aufzubauen.

Wie können wir es also schaffen, negative Gefühle besser zu managen? Erstmal das Wichtigste: Hierbei geht es nie darum, Gefühle zu unterdrücken oder zu leugnen. Es geht darum ...


- sie bewusst wahrzunehmen (Hallo Wut! Hallo Ärger. Hallo Angst.)

- sie neutral zu beobachten (Woher kommt diese Wut? Was macht sie mit mir? Was will sie von mir?)

- und dann angemessen mit ihnen umzugehen (Wut, du darfst da sein, aber du wirst mich nicht kontrollieren).


Google-Achtsamkeits-Guru Chade Meng Tan hat ein schönes Bild entwickelt. Stell dir deine negativen Gefühle wie ein Monster vor.


"Wir können weder verhindern, dass sie in unserem Geist auftauchen, noch können wir sie zum Gehen zwingen. Es liegt allerdings sehr wohl in unserer Macht, sie nicht einfach zu füttern." (Search Inside Yourself, Optimiere dein Leben durch Achtsamkeit)


Ist das Wutmonster da, hast du also zwei Optionen


1. Fütter das Monster. Es freut sich, denn es hat Hunger, viel Hunger. Es wird fetter und fetter. Und irgendwann braucht es immer mehr Platz und den nimmt es sich auch. Denn es ist gierig. Und es wird gefüttert. Und das schmeckt ihm.


2. Nimm das Monster (als Gast) an. Lass es sich austoben, lass es bei dir spielen. Es ist ok, dass es da ist. Aber: gib ihm keine Nahrung. Vielleicht lässt es dich schon bald in Ruhe.


Auf deine eigene Gedankenwelt bezogen: Das Wutmonster braucht Wutgeschichten, um zu überleben.


In dem Sinne: Bitte nicht füttern.

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