• Natalie

Don't feed the Monsters. Über negative Gefühle.

Aktualisiert: März 20

Wenn wir uns von etwas oder jemandem geärgert, gereizt oder genervt fühlen, tendieren wir dazu, die negativen Gefühle, die in uns entstehen, noch anzufüttern.


Wir denken dann „es muss ja raus“, und bemerken dabei nicht, dass wir uns eigentlich nur noch mehr reinsteigern.


Wir antworten mit impulsiven Reaktionen (Augenverdrehen) oder Aussagen ("Penner!"). Wir denken "jetzt erst Recht" – obwohl wir in den tiefsten Untiefen unserer Selbst wahrscheinlich doch irgendwie ahnen, dass uns das Verhalten keinen Schritt weiter bringen wird.


„Lass mich, ich will mich da jetzt reinsteigern“. Kostet Kraft und Energie.

Denn im Gegenteil bringt uns dieser Umgang mit unseren Gefühlen meist noch mehr Leid. Vielleicht bereuen wir nur ein paar Minuten später unsere Reaktion. Unsere Aussagen. Bekommen ein schlechtes Gewissen. Sind sauer auf uns selbst. Haben Worte gewählt, die der andere echt nicht verdient hatte. Die nicht wahr sind. Aber in dem Moment dachten wir doch, sie wären wahr.


Achtsamkeit hilft , mehr Abstand zwischen unseren Gefühle und Reaktionen aufzubauen.

Wie können wir es also schaffen, negative Gefühle neutraler wahrzunehmen? Erstmal das Wichtigste: Dabei geht es nie darum, Gefühle zu unterdrücken oder zu leugnen. Es geht darum ...


- sie bewusst wahrzunehmen (Hallo Wut!)

- sie neutral zu beobachten (Woher kommt diese Wut? Was macht sie? Was will sie von mir?)

- und dann angemessen mit ihnen umzugehen (Wut, du darfst da sein, aber du wirst mich nicht kontrollieren).


Google-Achtsamkeits-Guru Chade Meng Tan hat ein schönes Bild entwickelt. Stelle dir deine negativen Gefühle wie ein Monster vor. „Wir können weder verhindern, dass sie in unserem Geist auftauchen, noch können wir sie zum Gehen zwingen. Es liegt allerdings sehr wohl in unserer Macht, sie nicht einfach zu füttern. (Search Inside Yourself)“


Ist das Wutmonster da, hast du also zwei Optionen


1. Fütter das Monster. Es freut sich, denn es hat Hunger, viiiiel Hunger. Es wird fetter und fetter. Und irgendwann braucht es immer mehr Platz und den nimmt es sich auch. Denn es ist gierig. Und es wird gefüttert. Und das schmeckt ihm.


2. Nimm das Monster (als Gast) an. Lass es sich austoben, lass es bei dir spielen. Es ist ok, dass es da ist. Aber: gib ihm keine Nahrung. Vielleicht lässt es dich schon bald in Ruhe.


Auf deine eigene Gedankenwelt bezogen: Das Wutmonster braucht Wutgeschichten, um zu überleben.


In dem Sinne: Bitte nicht füttern. :)

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