• Natalie

Achtsam im Büro - Mach mal weniger auf einmal.

Aktualisiert: Aug 26

Der Arbeitsplatz - ein wunderbarer Ort, um Achtsamkeit zu trainieren. Warum? Naja, hier könnten es viele von uns besonders gut gebrauchen. Denn gerade im Job wir tendieren dazu, viele Aufgaben im Robotermodus zu erledigen. Das heißt: unbewusst, schnell und routiniert. Wir funktionieren halt. Dazu kommt, dass viele von uns 8 Stunden oder mehr mit dem Kopf unterwegs sind. Die Frage "Wie geht's mir eigentlich gerade körperlich?", wird häufig vergessen und erst abends fällt uns dann auf, dass wir Kopfschmerzen haben. Wir übersehen frühe Anzeichen von Stress.


Warum ist das so?


Stichwort Multitasking. Machen wir doch alle, ständig, oder? Wir schreiben eine Mail, telefonieren dabei, zwei geöffnete Dokumente weiter machen wir die Tabelle für die Chefin fertig. Dann kommt ein Kollege rein und braucht irgendwas und klar, "kein Problem, mach ich dir sofort fertig". Wir wuppen das alles sehr professionell. Aber, auch wenn wir es nicht oft merken, Multitasking ist - wissenschaftlich bestätigt - der schlechteste Weg, mit der eh schon vorhandenen Informationsflut umzugehen.


So verschenken wir nicht nur wertvolle Achtsamkeits-Energie, wir schweifen auch immer wieder ab.


Tipp: Werde dir in allen Situationen darüber bewusst, wie viele Dinge du gleichzeitig tust – und trainiere dich bewusst in Mono-Tasking.


Mono-Tasking ist deshalb ein gutes Training. Aber auch eine echte Herausforderung: Wenn du eine E-Mail schreibst, schreib die E-Mail. Nur das. Sei für die E-Mail da, als wär sie jetzt gerade das Wichtigste überhaupt. Wenn du ans Telefon gehst, tu das bewusst. Sei nur für den Menschen am anderen Ende der Leitung da. Im Zweifelsfall heißt das auch mal zu der ein oder anderen Aufgabe "Nein, darum kümmere ich mich aber gerne später" zu sagen.


(Randnotiz: wenn der Chef/die Chefin etwas braucht, bietet es sich meist an die Aufgabe achtsam zu switchen. ;))


"Mach mal weniger" klingt erstmal nach "dann schaffe ich ja auch weniger". Oft ist das aber gar nicht der Fall. Das Phänomen effizienter durch Verlangsamung gibt es. Denn das, was du dann konzentriert tust, ohne zig andere Baustellen, gelingt oft besser.


Und: Nutze auch kleine Mono-Tasking Pausen für dich und deine mentalen Ressourcen. Wenn du zum Beispiel in die Küche gehst, um dir einen Tee zu kochen, mach mal nur das. Lass dein Smartphone mal am Platz. Gehe die Schritte bis zur Küche ganz bewusst. Bleibe bei deinem Atem. Bleibe dann beim Teekocher stehen und nutze die Minuten für einen kurzen Break. Frage dich innerlich: "Wie geht's mir gerade? Wo sind meine Gedanken? Wie fühlt sich mein Körper an?" Auch diese Momente sind wertvolle Zeit im Arbeitstag.


Arbeitsabläufe analysieren


Thema E-Mails. Unser Gehirn liebt sie. Denn mit jeder Mail - mit jedem Ping - wird erstmal unser Belohnungszentrum im Gehirn angesprochen. ("Jemand denkt an mich; jemand braucht mich; ich bin wichtig!"). Oft kommen wir morgens bei der Arbeit an und checken erstmal die Mails. Das heißt: wir nutzen die Zeit des Tages, in der wir die meiste Power haben, dafür, Mails zu sortieren. Zu löschen. Wir tun das aus Gewohnheit. Dabei könnten wir diese Zeit auch für anspruchsvollere Aufgaben nutzen und später am Tag, zum Beispiel im altbekannten Mittagstief, in Ruhe die Mails checken.


Vielleicht gibt es auch bei dir Möglichkeiten, deine Ressourcen im Arbeitsalltag besser zu verteilen. Analysiere doch mal deine Abläufe und hinterfrage, was du wann und warum machst.


Noch mehr Achtsamkeits-Lifehacks für deinen Arbeitstag


Scanne morgens, wenn du das Haus verlässt, und abends, wenn du nach Hause kommst, den Himmel. Welche Nuancen hat er? Wie fühlt sich die Luft an?


Wenn du bei der Arbeit ankommst, nimm ein paar bewusste Atemzüge. Nutze diese Zeit für dich, um anzukommen und dich auf den Tag vorzubereiten.


Löse dich einmal pro Stunde gedanklich von dem, was du tust. Ein kleiner Blick nach draußen oder ein paar Schritte über den Flur reichen oft, um aus dem "Tunnelblick" rauszukommen.


Nutze das Telefon als Achtsamkeits-Erinnerer. Wenn es klingelt, atme zunächst drei Mal ein und aus und nimm dann ab.


In Situationen, in denen du dich unwohl fühlst, frage dich bewusst: "Was passiert gerade in meinen Gedanken? Wie geht es mir körperlich?" Wenn möglich, gehe ein paar achtsame Schritte. Atme ein und atme aus. Fokussiere dich nur hierauf, bis du dich besser fühlst.


Mache Digital-Detox-Pausen. Wenn du Mittagspause machst, lass das Handy am Arbeitsplatz. Vermeide es vor dem PC zu essen. Gehe raus an die frische Luft und nimm deine Umgebung wahr.

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